Du willst 2020 die Welt retten? Warum weniger Fleischkonsum hierfür das beste Mittel ist - Weltaktuell

Du willst 2020 die Welt retten? Warum weniger Fleischkonsum hierfür das beste Mittel ist

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Welchen Einfluss hat die Fleischproduktion auf die Umwelt?

Erhöhter Fleischbedarf führt langfristig zu einem steigenden Angebot durch Ausbau der Viehzucht. Diese hat direkte und indirekte ökologische Folgen. Die direkte Auswirkung ist der Ausstoß von CO², Methan oder Lachgas, welche den Treibhauseffekt unserer Atmosphäre verstärken und somit zur ungewünschten Erderwärmung beitragen. Außerdem verbraucht die Viehzucht enorm viel Wasser und verschmutzt eben dieses zusätzlich.

Indirekt verbraucht die Viehzucht natürlich auch eine Menge Fläche. Um Flächen für die Viehhaltung zu erschließen, werden natürliche Lebensräume anderer Lebewesen zerstört. Allen voran unsere Regenwälder. Dies geschieht nicht nur, um die Nutztiere unterzubringen, sondern vor allem, um das Futter für die Tiere bereitzustellen. Denn auch Kühe müssen essen. Und zwar eine Menge.

Futter für Futter – ein flächendeckendes Problem
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Während die Weideflächen in der Massentierhaltung eine nahezu kleine Rolle spielen, sind besonders Ackerflächen für den Anbau von Tierfutter der Grund von großflächigen Rodungen. Wir Menschen können pflanzliche Lebensmittel natürlich auch direkt konsumieren. Wenn wir allerdings Tiere essen, so verbrauchen wir ja mit jedem geschlachteten Tier auch dessen gesamte Nahrung gleich mit.

Ein kleines Beispiel: Wenn wir die verbrauchte Fläche pro 1000 Kalorien messen, so benötigen wir für 1000 Kilokalorien durch Brot nur 0,9m². Das bedeutet, dass ein ausgewachsener Mann ca. 3m² Fläche bräuchte, um seinen täglichen Kalorienbedarf allein durch Brot zu decken. Nun schmeckt trockenes Brot allein wahrscheinlich niemandem auf die Dauer. Aber pflanzliche Produkte haben generell ein wesentlich effizienteres Kalorien-Flächen-Verhältnis als Fleisch. Kartoffeln zum Beispiel schaffen 1000 Kilokalorien schon auf 0,3 m².

Fleisch hingegen braucht ein Vielfaches dieser Flächen. Dies liegt daran, dass das Fleisch ja auch mit Pflanzen gefüttert werden muss. Viel mehr Pflanzen, als wir eigentlich bräuchten. Willst du dich nur von Rindfleisch ernähren? Dann brauchst du für 1000 Kilokalorien ganze 13,7 m² Fläche. Das sind pro Tag für einen erwachsenen Mann über 40 m², eine große Einzimmerwohnung. Rechnen wir das auf das gesamte Jahr auf, wären es 14.600 m², mehr als zwei Fußballfelder. Natürlich isst niemand nur Rindfleisch. Das Beispiel sollte nur die gewaltigen Unterschiede im Flächenverbrauch verdeutlichen. Bei einer Ernährung rein auf Kartoffelbasis (die sicher auch nicht gesund ist), wären wir bei ca. 360 m² Fläche im Jahr, etwas mehr als die Hälfte des Strafraumes eines Fußballfeldes. Schweinefleisch kostet uns übrigens ca. 4 m² / 1000 kcal, Hühnchen 2,6 m²/1000 kcal.

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