Du willst 2020 die Welt retten? Warum weniger Fleischkonsum hierfür das beste Mittel ist - Weltaktuell

Du willst 2020 die Welt retten? Warum weniger Fleischkonsum hierfür das beste Mittel ist

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Der Trend geht aufwärts

Trotz all dieser schwerwiegenden Folgen hat der Fleischkonsum in den letzten Jahren nicht abgenommen. Die Menschen wollen auf den Klimakiller auf ihrem Teller nicht verzichten. Allen voran auch wir Deutschen. Mit durchschnittlich 60 kg Fleisch im Jahr, haben wir im letzten halben Jahrhundert gut zugelegt. 1950 war der Konsum von Fleischprodukten noch ca. halb so hoch. Immerhin in den letzten Jahrzehnten änderte sich nur noch wenig. Doch damit gab es leider auch keine Verbesserungen.

Unser Fleischkonsum ist damit im weltweiten Vergleich beschämend. Bei einem weltweiten Pro-Kopf-Verbrauch von 43,2 kg Fleisch sticht Deutschland deutlich heraus. In diesem Verbrauch inbegriffen sind auch die fleischliche Tiernahrung, sowie die industrielle Verwertung und weggeworfenes oder unbrauchbares Fleisch.

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Woran liegt der hohe Verbrauch? Eine Ursache könnte das Einkommen sein. Besonders dort, wo es den Menschen finanziell besser geht, wird häufiger Fleisch konsumiert. Während Australien (116,2 kg pro Kopf pro Jahr) und die USA (115 kg pro Kopf pro Jahr) die Weltrangliste im Fleischkonsum anführen, bildet Indien mit schlappen 3,7 kg pro Kopf das Schlusslicht. Dies ist jedoch auch zum Teil  der hinduistischen Religion zuzuschreiben, welche traditionell vegetarisches Essen bevorzugt. Dennoch haben auch andere Länder mit geringem Durchschnittseinkommen einen jährlichen Fleischverbrauch von unter 10 kg pro Kopf.

Tierlieb? Von wegen

Bisher ist ein wichtiges Argument für den Verzicht auf Fleisch unbenannt geblieben: Die ethischen Aspekte. Viele Veganer und Vegetarier verzichten auf Fleisch nicht nur wegen der Folgen für die Umwelt, sondern auch aus Liebe und Empathie gegenüber der Tiere. Veganer sehen Tierprodukte als Ausbeutung von anderen Lebewesen und verzichten deshalb nicht nur auf Fleisch, Milch und Eier, sondern auch auf Leder oder Honig.

Ein Zwischenweg ist es für viele, den Konsum von Tierprodukten nicht gänzlich abzulehnen, sondern darauf zu achten, wie die Tiere behandelt werden. Artgerechte Haltung mit Freilauf und genügend Platz sind ein Ideal, welches nicht immer eingehalten wird. Schon gar nicht in der Massentierhaltung, die einen Großteil unserer Tierprodukte herstellt.

Momentan sind aus diesem Grund auch politische Debatten im Gange. Eine Maßnahme ist zum Beispiel ein Label, das auf verschiedenen Stufen symbolisieren soll, wie die Haltung der Tiere ausgesehen hat. So könnten Verbraucher besser aufgeklärt werden und nachhaltigere Landwirtschaft gefördert werden, sofern die Menschen mitspielen.

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